Die Toten Hosen und eine Bude am Veranstaltungsrand

Nach ziemlich genau 10 Jahren haben wir es wieder geschafft und ein Konzert der Toten Hosen in Mannheim auf dem Maimarkt-Gelände besucht. Mit drei zusätzlichen Vorbands haben es die 4 Altrocker ordentlich krachen lassen. Auch wenn es eine Tour zum aktuellen Album „Laune der Natur“ war, so waren doch die Klassiker allesamt dabei. Rund zwei Stunden gaben die Hosen Vollgas und Campino flitzte wie eh und jeh auf der Bühne umher. Kommentare zum aktuellen Tagesgeschehen blieben natürlich nicht aus.

Nach langer Pause wieder dabei

Auch abseits der Bühne für ihr Engagement bekannt

Die Toten Hosen sind seit über 35 Jahren auf der Bühne aktiv und eine der erfolgreichsten Bands Deutschlands. Auch für ihr politisches Engagement und durch ihre Unterstützung verschiedener sozialer Organisationen ist die Band bekannt.

OXFAM – Eine gute Idee, aber leider mit einem Problem

2007 reiste ein Teil der Band das erste Mal unter der Leitung der Entwicklungshilfsorganisation Oxfam nach Afrika, um einen persönlichen Einblick über die dortigen Lebensbedingungen zu erhalten. Dies wurde von der Regisseurin Hella Wenders in der 7-minütigen Dokumentation „Unterwegs in Afrika“ festgehalten, die man auf der Webseite der Toten Hosen anschauen kann.

Die Hilfsorganisation OXFAM steht laut ihrem Motto für eine gerechte Welt. Ohne Armut.
Ihr Ziel besteht in einer langfristigen und nachhaltigen Hilfe der Betroffenen. So soll die Verfügbarkeit von Land und Wasser gesichert werden um ressourcenschonende Landwirtschaft zu betreiben und der Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung geschaffen werden. Seit Gründung der Organisation 1942 in England ist dieser Verbund auf über 18 Unterorganisationen angewachsen, die sich in mehr als 90 Ländern engagieren

2010, nach dem gewaltigen Erdbeben in Haiti kamen das erste Mal Vorwürfe auf eine „Kultur der Straflosigkeit“ der Mitarbeiter auf. So sollen einige Oxfam-Mitarbeiter während des Hilfseinsatzes Partys mit Prostituierten veranstaltet haben. Die Anschuldigungen weiteten sich nach dem Vorfall massiv aus. Wegen dem mangelhaften Umgang zu den Vorfällen auf Haiti hat die britische Regierung Oxfam mittlerweile die finanzielle Unterstützung für das Jahr 2018 gestrichen.

Die Arbeit von Oxfam ist mit Sicherheit notwendig und für hilfsbedürftige Menschen von großer Bedeutung, doch leider haben solche Vorfälle bzw. Skandale einen sehr faden Beigeschmack. Daher hoffe ich, dass Oxfam diese Anschuldigungen lückenlos aufarbeitet und Konsequenzen aus diesen Vorfällen zieht um sich wieder voll auf ihre Arbeit konzentrieren zu können, die sie sich auf ihre Fahne geschrieben haben: Den Menschen Hilfe bieten und für eine gerechtere Welt zu arbeiten.

Menschliches Leid – eine Zutat in unserem Essen ?

Leckerer Kaffee, süße Bananen und frische Tomaten landen oft auf unserem Frühstückstisch. Aber auch: Hungerlöhne, Diskriminierung und Gesundheitsrisiken. Deutsche Supermärkte tun viel zu wenig gegen diese Missstände. Was können wir dagegen tun ? Nachfragen 

Fazit – ein gelungener Tag

Die Anfahrt war problemlos und das Verkehrsleitsystem zu den Parkplätzen kann man wohl als abenteuerlich beschreiben. Dennoch das Maimarktgelände ist bisher mein Favorit unter den Open-Air-Geländen. Relativ groß und offen gestaltet, mit mehreren sanitären Anlagen – auch feststehende Gebäude. Daneben bieten die zahlreichen Imbißbuden am Geländerand eine recht großzügige Auswahl an Finger-Food an. Wartezeiten ? Fehlanzeige, den ganzen Tag über wurde man wirklich schnell bedient. Selbst am Ende des Konzerts gegen halb elf, konnte man überall noch etwas zu essen bekommen – wenn man wollte.

Eine Idee zu “Die Toten Hosen und eine Bude am Veranstaltungsrand

  1. Pasi sagt:

    Liebe Jessica!

    Es startet der Klugscheissermodus: Die Altrocker aus Düsseldorf sind immer noch (auch wenn nicht mehr in der Originalbesetzung) zu fünft :-). Davon unabhängig Glückwunsch zu der Homepage und viel Erfolg für eure Projekte! LG Pasi

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